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Neuigkeiten bei Toyoda Machinery Europe

Aktuelles über das Unternehmen und die Produkte

Toyoda ist ständig in Bewegung! Hier erfahren Sie aktuelle und spannende Neuigkeiten zu unserem Unternehmen, unseren Produkten, Veranstaltungen und Messe-Auftritten.

08.05.2017

Toyoda mit neuem Geschäftsführer-Duo und starken Zielen

Mit einer neuen deutsch-japanischen Führungsspitze ist Toyoda MachineryEurope 2017 an den Start gegangen. Die europäische Niederlassung des internationalen Herstellers von Werkzeugma-schinen und Anbieters von zukunftsweisenden Zerspanungslösungen verfolgt damit ehrgeizige Ziele: Neben der Kräftigung des Wachstumskurses setzendie beiden Geschäftsführer Michael Steiner und Yukinaga Hirano auf die erfolgreiche Etablierung von innovativen Produktionslösun-gen wie Internet-of-Everything (IoE), Skiving oder der eigenen Toyoda-Steuerung.  Im Interview erklären Steiner und Yukinaga ihre Ziele für Toyoda Machinery Europe.

 

Welche Technologien zeichnen Toyoda Machinery aus?

Steiner: Neben der hohen Qualität, für die japanische Werkzeugmaschinen bekannt sind, denken wir bei Toyoda schon einen Schritt weiter. Wir setzen zum Beispiel sehr stark auf neue Technologie und das Feld „Internet of Everything“ (IoE). Unter I.o.E verstehen wir die Verknüpfung der gesamten Produktionsumgebung inklusive der Mitarbeiter. Die Maschine ist dann nur noch ein Teil des Ganzen.

Hirano: Derzeit fragt jeder nach den Kosten pro Teil. Dieser Punkt wird auch in Zukunft ein Faktor bleiben, aber nur einer unter anderen. Wir fragen uns darüber hinaus: Was passiert für den Kunden in den nächsten zehn Jahren? Man kann sagen, dass wir hier die im Toyota-Konzern entwickelte Kanban-Innovation fortführen, nur auf einem höheren technologischen Niveau. Die Lösungen zum I.o.E stellt unser Mutterkonzern JTEKT übrigens auch auf der Hannover Messe aus.

 

Welche Vorteile hat der Anwender und Kunde von der neuen Technologie?

Steiner: Die ganzheitliche und langfristige Betrachtung des Fertigungsprozesses bringt viele Vorteile. Zum Beispiel reduzieren wir die Ausfallzeiten der Maschine, unter anderem auch weil wir effizienter mit der Maschine und den Werkzeugen umgehen. I.o.E oder Industrie 4.0 heißt aber auch, dass der Bedarf an Werkstücken exakt bestimmt wird.  Und auch wenn es einfach klingt: Wir produzieren nur so viele Teile wie wirklich gebraucht werden, überschüssige Lagerhaltung wird vermieden. Dieser Punkt wird bei immer kleineren Stückzahlen, einer höheren Variantenvielfalt und einer immer flexibleren Fertigung immer wichtiger. 

 

Wie ist die aktuelle Entwicklung von Toyoda, und welche Ziele haben Sie sich beide mit ihrer neuen Aufgabe gesetzt?

Steiner: Vor vier Jahren hatten wir auf dem deutschen Markt einen harten Einschnitt. Nach der Insolvenz und späteren Trennung vom deutschen Vertriebspartner ging es für Toyoda zuerst darum, für die deutschen Kunden einen guten Service und eine zeitnahe Ersatzteilversorgung aufzubauen. 

Hirano: Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir auf einer guten Basis weiter aufbauen können. Wir wollen unseren Kundenstamm weiter vergrößern und zudem den Anteil an Systemlösungen erhöhen. 

 

Herr Steiner, Sie sind nach sieben Jahren wieder zu ihren „Wurzeln“ bei Toyoda zurückgekehrt, was reizt Sie an diesem Unternehmen?

Steiner: Bei Toyoda werden nicht nur aktuelle Maschinen verbessert. Hier kann ich eine klare Vision für die Zukunft erkennen. Das zeigt sich darin, wie Toyoda sich den kommenden Herausforderungen stellt. Beispiele hierfür sind nicht nur das Thema IoE sondern zum Beispiel auch bei der Entwicklung der Skiving Technology für die Getriebefertigung. Diese Technologie wird mit der Entwicklung der E-Mobilität an Bedeutung gewinnen.

 

Bei Toyoda Europe in Krefeld arbeiten Japaner und Deutsche in einem europäischen Team. Wie lassen sich die verschiedenen Kulturen zusammenführen?

Hirano: Wir versuchen vor allem, die Stärken der beiden Kulturen zu bündeln. Für uns als Japaner ist der permanente und enge Kontakt zu Kunden sehr wichtig –auch in Zeiten, in denen der Kunde gerade nicht investiert. Denn wir denken noch stärker in langfristigen Partnerschaften. Und bei der deutschen Geschäftsmentalität gefällt mir zum Beispiel die klare Art und Kommunikation und das zielgerichtete Denken.

 

Über Toyoda Europe: 

Toyoda Europe ist die europäische Tochter des renommierten japanischen Werkzeugmaschinen-Herstellers Toyoda Machinery. Toyoda bietet vertikale und horizontale Bearbeitungszentren und integriert diese in bestehende oder neue Fertigungsprozesse. Das Unternehmen ist über die Mutter JTEKT zudem Teil des internationalen Toyota-Konzerns. Am Standort Krefeld bei Düsseldorf sind neben dem Vorführzentrum unter anderem Service, Vertrieb, Marketing, Ersatzteillager und die Spindelreparatur angesiedelt.

  

Zu den Personen:

Michael Steiner kann bereits auf eine lange Erfahrung bei Toyoda zurückblicken. Nach seiner Ausbildung kam er als Servicetechniker schon früh mit japanischen Werkzeugmaschinen in Kontakt. Von 1998 bis 2010 arbeitet der Westfale erst beim deutschen Vertriebspartner von Toyoda als Produktmanager und später bei Toyoda als Leiter European Sales. Zwischen 2010 und 2016 baute Steiner eine Handelsvertretung für Werkzeugmaschinen in Nordrhein-Westfalen auf und wechselt zum 1. Januar 2017 als Geschäftsführer zu Toyoda Machinery Europe. Hier ist er für die Bereiche Sales, Marketing sowie die Betreuung der Vertriebspartner in Deutschland und Europa zuständig.

Yukinaga Hirano: Bereits vor 28 Jahren kam der gebürtige Japaner Yukinaga Hirano nach Europa. Der gelernte Elektronik-Ingenieur arbeite bei verschiedenen Tochterunternehmen des Toyota-Konzerns in Deutschland und Frankreich und sammelt so umfangreiche Erfahrung im Bereich Werkzeugmaschinen, Mechanik und Zerspanung.  Als Geschäftsführer von Toyoda Machinery Europe kümmert er sich um die Geschäftsfelder Service, Technik und Engineering.